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Scheibenbremsen Sets

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Wie funktioniert eine Scheibenbremse am Fahrrad und wo liegen die Vorteile?

Das Funktionsprinzip einer Scheibenbremse ist recht einfach: Bremskolben drücken beim Bremsen zwei Bremsbeläge gegen die Bremsscheibe, die fest mit der sich drehenden Radnabe verbunden ist, wobei die Bewegungsenergie des rollenden Rades durch Reibung in Wärmeenergie umgesetzt wird. Der Vorteil von Scheibenbremsen gegenüber den weitverbreiteten Felgenbremsen, bei denen Beläge aus einer Gummimischung auf die beiden Felgenseiten gepresst werden, liegt grundsätzlich in einer besseren Bremswirkung bei Nässe, der Unempfindlichkeit bei Felgenschlägen und der Schonung der Felge. Die viel gepriesene feine Dosierbarkeit der Bremsleistung als größter Vorteil einer Scheibenbremse am Fahrrad kann sich erst voll bei den hydraulischen Bremssystemen entfalten: Bei hydraulischen Scheibenbremsen wird der Bremsimpuls über Hydraulikflüssigkeit oder Öl statt durch Bremszüge weitergeleitet. Schon kleine Druckveränderungen werden in diesem geschlossenen System an die Bremskolben weitergegeben, so dass sich, was Sie mit Ihrer Hand am Bremshebel vorgeben, auch unmittelbar in dem Maß der Bremsleistung niederschlägt. Kabelzüge bei mechanischen Bremsen reagieren demgegenüber weniger empfindlich auf Ihre mit dem Bremshebel gegebenen Impulse. Bei höherwertigen Fahrrädern werden daher bevorzugt hydraulische Bremsen verbaut.

Eine hydraulische Scheibenbremse braucht wenig Pflege

Hydraulische Scheibenbremsen überzeugen aber nicht nur dank größerer Kontrolle über die Bremswirkung. Sie sind auch weniger wartungsintensiv als ihre mechanischen Kollegen. Kabelzüge verschmutzen schnell und können bei Wassereintritt korrodieren. Wenn Bremszüge nicht regelmäßig gewartet und gereinigt werden, können sie die Impulse des Bremshebels nicht mehr störungsfrei weitergeben. Die Bremsleistung kann dadurch beeinträchtigt werden oder – im schlimmsten Fall – ganz ausfallen. Bei hydraulischen Scheibenbremsen ist diese intensive, regelmäßige Pflege dank des geschlossenen Hydrauliksystems, das nur bei Beschädigungen wieder geöffnet und neu befüllt werden muss, entbehrlich. Sie sind daher vergleichsweise wartungsarm und stabil. Sollten jedoch einmal Probleme oder Beschädigungen an einer hydraulischen Scheibenbremse auftreten, ist die Behebung relativ aufwendig und erfordert Fachkenntnisse sowie Spezialwerkzeug. Wenn Sie gerade unterwegs sind, wenn sich ein Defekt einstellt, lässt sich eine Reparatur daher nicht im Handumdrehen erledigen. Das sollten vor allem Touren-Biker beachten, die vorhaben, ihr Rad mit einer hydraulischen Scheibenbremse nachzurüsten. Für Racer spielt bei der Entscheidung über das Bremssystem auch das Gewicht eine Rolle. Wenn jedes Gramm zählt, sollte berücksichtigt werden, dass hydraulische Scheibenbremsen etwas mehr Gewicht auf die Waage bringen. Grundsätzlich sind sie aber in jeder Radsportdisziplin einsetzbar.

Was sollte ich bei einer Scheibenbremse für mein Fahrrad beachten?

Allerdings lassen sich nicht alle Fahrräder ohne weiteres auf eine Scheibenbremse umrüsten, da das Bremssystem spezielle Bohrungen zur Befestigung erfordert. Das heißt, dass Rahmen, Gabel und Laufräder beziehungsweise Radnabe für die Montage kompatibel sein müssen. Sie können aber problemlos von einer mechanischen Scheibenbremse bei Ihrem Mountainbike oder Rennrad zu einer hydraulischen wechseln. Starke Bremsleistung, gute Kontrollierbarkeit und optimales Wärmemanagement sind die wesentlichen Qualitätskriterien, auf die Sie bei der Auswahl einer Scheibenbremse achten sollten.

Auch auf die Größe der Bremsscheiben kommt es bei Scheibenbremsen an

Sie sollten sich auch mit der Größe der Bremsscheibe auseinandersetzen. Für die richtige Wahl sind Gewicht und der Einsatzzweck entscheidend: Je schwerer Fahrer und Gepäck sind, je schneller gefahren wird und je größere Steigungsunterschiede die Strecke aufweist, umso größer sollte die Scheibe sein. Größere Bremsscheiben kühlen besser ab. Das ist gerade bei extrem beanspruchten Bremsen von Vorteil, weil das „Fading“ – das ist das Nachlassen der Bremswirkung aufgrund des sinkenden Reibwertes der Bremsbeläge auf der heißen Bremsscheibe – möglichst gering ausfällt. Wer mit seinem Mountainbike oder Rennrad viel im bergigen Terrain unterwegs ist, sollte daher auf große Scheiben Wert legen. Zu empfehlen wären 180-Millimeter-Scheiben oder sogar 200-Millimeterscheiben bei großem Gesamtgewicht. Kleinere 140- oder 160-Millimeter-Scheiben sind für Tourenfahrer und weniger anspruchsvolle Gelände geeignet. Wir bei Bike-Discount unterstützen Sie gerne in unserem Live Support bei der Auswahl der für Ihren Bedarf perfekten Scheibenbremse.

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